Doping für müde Computer

Doping für müde Computer

Tipp, Ratgeber, Computer schneller machen

Wenn das Hochfahren des Computers eine gefühlte Ewigkeit dauert und der Rechner schon bei drei gleichzeitig geöffneten Word-Dokumenten gähnend langsam wird, ist es an der Zeit, etwas zu unternehmen. Schließlich bereiten lahme PCs ähnlich viel Freude wie stundenlanges Warten im Stau. Hat der Computer schon mehrere Jahre auf dem Buckel und läuft mit heillos veralteter Technik, ist eine Neuanschaffung unausweichlich, will man auch mit aktuellen Programmen einigermaßen zügig arbeiten. Entspricht die PC-Hardware aber wenigstens noch halbwegs den derzeitigen Standards, lassen sich mit ein paar einfachen Maßnahmen selbst halbtote Klapper-Computer noch in recht lebendige Rechenmaschinen verwandeln.

Ordnung ist das halbe Leben

Ihre Eltern hatten recht, Ordnung ist das halbe Leben. Das gilt auch für Computer, auf denen zu viele Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind. Jedes aktive Programm benötigt Platz auf dem Arbeitsspeicher. Ist der irgendwann vollständig belegt, werden die zu speichernden Daten auf die Festplatte geschrieben. Das macht den Rechner langsam und träge und proviziert mitunter Systemausfälle. Wenn sie also keine fünf Minuten warten wollen, bis sich der Browser endlich einmal langsam öffnet, sollten Sie darauf achten, dass nicht zu viele Programme gleichzeitig geöffnet sind. Eine Übersicht aller aktiven Anwendungen finden Sie im Taskmanager bei Windows (Strg+Alt+Entf) oder bei Apple-Computern in der Aktivitätenanzeige (Cmd+Alt+Esc).

Autostart-Einträge entfernen

Leider halten viele Entwickler aus unerfindlichen Gründen ihre Software für derart unverzichtbar, dass sie ihre Programme schon bei der Installation ins Autostart-Menü integrieren. Das ist mitunter sehr ärgerlich, denn je mehr Anwendungen gemeinsam mit dem Betriebssystem geöffnet werden, desto länger dauert es, bis der Computer vollständig hochgefahren ist. Das Autostart-Menü sollte also so wenig Einträge wie möglich beinhalten. Eine Anleitung, wo Sie den etwas versteckten Autostart-Ordner unter Windows finden, und wie Sie ihn anpassen können, können Sie in den Praxistipps von chip.de nachlesen. Unter MacOS finden Sie alle Programme, die sich beim Hochfahren des Betriebssystems automatisch öffnen, in den Systemeinstellungen unter dem Punkt Benutzer und dem Reiter Startobjekte.

Der Mac braucht keinen Virenscanner, ein Windows-Computer schon

Solid state drive (SSD)

SSD: beste Tuning-Möglichkeit für Computer

Windows ist nicht nur das verbreitetste Betriebssystem der Welt, es ist auch das OS, das am häufigsten von Schadsoftware befallen wird. Ein zuverlässiger Virenschutz ist deshalb obligatorisch. Leider benötigen Schutzprogramme wie Avira, Avast und Co. aber auch viel Platz auf dem Arbeitsspeicher und bremsen so den Computer aus. Wenn Sie also nicht gerade im Internet unterwegs sind, können Sie Ihre Netzwerkverbindung auch einfach kappen und den Virenscanner so lange deaktivert lassen, bis Sie wieder online sind.

Obwohl immer wieder auch Virenscanner für Apple-Computer angeboten werden, sind diese im Grunde unnötig. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Mac OS basiert auf Unix. Dieses Mehrbenutzer-Betriebssystem hat grundlegend andere Sicherheitsmechanismen als Windows. Angreifern wird es dadurch viel schwerer gemacht, in die Software einzugreifen. Außerdem ist das Apple-OS deutlich weniger verbreitet als Windows und daher für Hacker verhältnismäßig uninteressant, wenn es um die Entwicklung und Verbreitung von Malware geht.

Mehr RAM und SSD einbauen

Der Arbeitsspeicher (RAM) ist so etwas wie das Kurzzeitgedächtnis Ihres PCs. Je größer er ist, desto flotter können Sie mit Ihrem Computer arbeiten. Ist hingegen der Arbeitsspeicher nicht  ausreichend, muss das Betriebssystem Daten auf die deutlich langsamere Festplatte auslagern. Will der Prozessor nun auf diese Daten zugreifen, muss er längere Wartepausen einlegen. Das macht den Computer letztlich langsam und sorgt mitunter dafür, dass selbst einfachste PC-Arbeiten zu einer wahren Geduldsprobe werden können. Fachleute empfehlen deshalb, den Computer oder das Notebook mit zusätzlichem Arbeitsspeicher auszustatten. Tauscht man in diesem Zuge dann auch noch die langsame HDD- gegen eine schnelle SSD-Festplatte, wird auch aus dem lahmsten PC eine flotte Rechenmaschine.

Titelbild: © 5ph – Fotolia.com
Bild: © jules – Fotolia.com

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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9 Kommentare

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    Klasse Artikel, muss ich wirklich sagen. Das mit der Ordnung ist so eine Sache . Ich habe es damit auch nicht so. Da öffnest du Fenster a dann kommt b und so weiter am ende ist die Übersicht flöten gegangen. da lobe ich mir beim Mac die taste F3 schon ist die Übersicht vorhanden wieder.

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    Hab was vergessen , ich habe noch einen älteren Laptop SSD spricht er nicht an, gibt es da einen weg das er sie dennoch anspricht ?

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    Mehr RAM tut immer gut . Fast noch relevanter ist eine schnelle ssd als system Laufwerk . Da kannst du den Ruhemodus fast vergessen . Danke schöner Artikel

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    Steffan hat schon recht ein guter Artikel muss ich auch sagen, echt paar einfache dinge durch die man seinen Computer schneller machen kann…Danke

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    Interessanter Artikel! Oft hilft es meines Wissens auch, den PC nach defekten Treibern zu untersuchen und unnötige Dienste zu deaktivieren.

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    Schöner Artikel. Hier kann man sich noch ein paar Tipps holen, um die Geschwindigkeit seines Computers zu verbessern.
    Am meisten bringt meiner Meinung nach wirklich eine SSD. Sie erhöht einfach die „gefühlte“ Geschwindigkeit. Es macht einfach Spaß, wenn sich Programme direkt mit dem Mausklick öffnen.

    Macht weiter so! 🙂

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