Für unsere Kunden getestet: iOS 8

Für unsere Kunden getestet: iOS 8

iOS 8 im Test ESM Computer Apple

Mit Apple und seinen neuen Produkten verhält es sich vermutlich wie mit vielen anderen Dingen im Leben: was die einen in Ekstase versetzt, ist für die andere noch lange kein Grund, in Euphorie zu verfallen. Tatsächlich aber ist der Run auf Technik und Software aus dem Hause Apple nach wie vor ungebrochen. Brachten es beispielsweise die Smartphones iPhone 5C und 5S auf immerhin 9 Millionen Vorbestellungen am ersten Wochenende nach der Präsentation, waren es kürzlich beim Nachfolger iPhone 6 und 6 Plus bereits 4 Millionen am ersten Tag. Genauere Zahlen sind noch nicht zu erfahren (Stand: 19.09.2014). In der Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino äußerte man sich aber bereits sehr zufrieden über den Verkaufserfolg. Es darf daher bei aller Vorsicht angenommen werden, dass die bisher ohnehin gigantischen Verkaufszahlen des iPhones durch das Nachfolgemodell noch deutlich übertroffen wurden.

Mit jedem neuen iPhone wird von Apple traditionell auch ein neues iOS präsentiert. Die achte Auflage steht seit Mittwoch, den 17. September 2014, zum Download bereit. Wir von der ESM Computer GmbH haben deshalb für unsere Kunden das neue iOS 8 auf einem iPad der zweiten Generation ausführlich getestet und stellen heute im Blog einige neue Funktionen des mobilen Betriebssystems vor.

iOS 8 – reichlich neue Funktionen, bekanntes Design

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert. Einen Designsprung wie noch beim Wechsel von iOS 6 auf Version 7 hat es nicht gegeben. Bis auf Kleinigkeiten bleibt alles wie gewohnt bei der etwas verspielt wirkenden grau-bunten Benutzeroberfläche des Betriebssystems. Bei der Entwicklung von iOS 8 stand aber ohnehin nicht das äußere Erscheinungsbild im Vordergrund sondern vielmehr der technische Fortschritt. Seitens Apple wurde kräftig an vielen Details wie neuen Diensten und an einer engeren Verzahnung von Mac OS X und iOS gearbeitet. Über 4000 Software-Schnittstellen stehen seit dem Release von iOS 8 für Entwickler nun zur Verfügung, mithilfe derer sich Apps für das mobile Betriebssystem mit noch mehr Funktionen ausstatten lassen.

Stromfresser entlarven in den Einstellungen

Wer schon längere Zeit ein Smartphone oder Tablet sein Eigen nennt, weiß vermutlich um das mitunter kurze Akku-Durchhaltevermögen der Geräte. iPhones und iPads bilden da leider keine Ausnahme. Um Stromfresser besser aufspüren zu können, hat Apple deshalb den iOS 8-Einstellungen ein Untermenü spendiert, mit dem sich auf einen Blick erkennen lässt, welche Apps für den größten Energieverbrauch innerhalb der letzten 24 Stunden verantwortlich waren.

Foto-App deutlich übersichtlicher, Kamera mit Zeitraffer

Wem in der Vergangenheit die Foto-App auf seinem iPhone oder iPad zu unübersichtlich war, kann sich jetzt freuen. Apple hat das Programm mit einer Funktion ausgestattet, die es Anwendern erlaubt, Bilderarchive nach bestimmten Orten oder Jahren zu durchsuchen. Außerdem verfügt die Foto-App nun über bessere Bearbeitungs-Tools, mit denen sich u. a. der Kontrast anpassen und die Bilder besser zuschneiden lassen. In der ergänzenden gründlich überarbeiteten Kamera-App findet sich zusätzlich ein Zeitraffer-Modus, mit dem schnell und problemlos mehrere Minuten Videoaufnahmen auf wenige Sekunden reduziert werden können.

Datensicherheit – Apple hat dazugelernt

Apple ist wie fast alle großen EDV-Anbieter sicherlich weit davon entfernt, ein Vorreiter in Sachen Datenschutz zu sein. Dennoch hat der IT-Gigant aus Cupertino mit dem neuen iOS 8 die Privatsphäre seiner Nutzer erheblich gestärkt. So bleibt die eindeutig identifizierbare Mac-Adresse des Wlan-Moduls so lange unsichtbar, bis ein Verbindungsaufbau gestartet wird. Datensammlen an öfffentlichen Orten wird damit weitgehend unmöglich gemacht. Auch müssen die Standortfreigaben für Apps wie beispielsweise Facebook oder Twitter jetzt immer nach einigen Tagen neu vom Anwender genehmigt werden.

Safari, Siri, Spotlight – was sich bei iOS 8 noch alles verändert hat

iPad 2 – kompatibel mit iOS 8User von Apples Browser Safari können sich ab sofort Webseiten nicht nur als mobile Version anzeigen lassen. Mit einem Wechsel in den sogenannten Desktop-Modus können Internetseiten auch in der nicht für Smartphones und Tablets optimierten Ansicht aufgerufen werden. Neu beim iOS 8-Safari ist außerdem die Integration der Google-Alternative „DuckDuckGO“, die sich auch als Standardsuchmaschine einrichten lässt.

Siri kann jetzt mit dem einfachen Befehl „Hey Siri“ gestartet werden. Dazu muss allerdings das iPhone oder iPad an den Strom angeschlossen sein. Außerdem kann die Sprachsteuerung nun wie der Musikdienst Shazam, mit dem Apple eine Kooperation eingegangen ist, Musik erkennen.

Richtig praktisch ist das neue Spotlight in iOS 8, das nicht nur wesentlich schneller lädt sondern auch mit der Kategorisierung der Suchergebnisse für deutlich mehr Übersichtlichkeit sorgt.

iPhone 4 wird nicht mehr unterstützt

iOS 8 lässt sich auf dem iPhone 4S, iPhone 5, Phone 5C, iPhone 5S und dem iPod Touch der fünften Generation installieren. Bei den Tablets werden das iPad 2, das iPad mit Retina Display, das iPad Air, das iPad mini und das iPad mini mit Retina Display unterstützt. Für das iPhone 4 ist vier Jahre nach dem Verkaufsstart erstmals kein Update mehr verfügbar.

Bilder © ESM Computer GmbH, Titelbild: © Stockwerk.dk – Fotolia.com

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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