Heute schon ans Backup gedacht?

Heute schon ans Backup gedacht?

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Mit Backups verhält es sich wie mit dem Sport. Obwohl alle wissen, dass Bewegung gut tut und das Leben verlängert, bedeutet das noch lange nicht, dass auf den Trimm-Dich-Pfaden der Republik ein Andrang herrscht wie auf der Autobahn zur Rush Hour. Eher das Gegenteil ist der Fall. Sport und Datensicherung werden für viele Menschen erst dann interessant, wenn der Super-GAU längst eingetreten ist.

Leider bilde ich da keine Ausnahme. Man sieht mich deutlich öfter im Restaurant als beim Joggen im Wald. In die Langlebigkeit meiner Computer-Festplatte setzte ich bis vor kurzem ein Vertrauen, dass größer war als das mancher Menschen in Gold. Mein Umgang mit dem Thema Datensicherung war derart naiv und von Bequemlichkeit geprägt, dass ich buchstäblich aus allen Wolken fiel, als mein Notebook mir eines Tages auch nach unzähligen Startversuchen immer wieder mitteilte, dass die Festplatte und damit das Betriebssystem nicht aufzufinden seien.

Backup – die Vollkasko-Versicherung für Computer-Anwender

Egal ob Festplattenschaden, hartnäckiger Virus oder unbedachter Klick – schnell können Daten verloren und unbrauchbar sein. Ein regelmäßiges Backup ist deshalb nicht nur äußerst wichtig sondern im Grunde weder viel Arbeit noch eine komplizierte Angelegenheit. Auch Computer-Einsteiger können es mit Leichtigkeit einrichten. Alle gängigen Betriebssystem bieten heute gute Möglichkeiten, Dateien auf einem externen Datenträger zu sichern.

Auch bei Windows 7 stehen dem Anwender mehrere Möglichkeiten der Datensicherung zur Verfügung. Die wohl bekannteste ist das klassische Backup, das sich über die Systemsteuerung konfigurieren lässt. In den Einstellungen „System und Sicherheit“ kann der User nicht nur wählen, welche Daten gesichert werden soll sondern auch die Backup-Intervalle und das Speichermedium bestimmen. Wiederherstellen lassen sich die Daten anschließend unter „Systemsteuerung“ > „System und Sicherheit“ > „Sichern und Wiederherstellen“.

Backup Windows 7

Windows 7-Systemsteuerung. Hier finden sich die Backup-Einstellungen

Wenn der Computer immer langsamer wird oder eine Programminstallation zu schwerwiegenden Problemen führt, kann es sinnvoll sein, auf die sogenannten Wiederherstellungspunkte zurückzugreifen. Damit lässt sich Windows 7 in einen früheren Zustand zurücksetzen. Änderungen durch die Installation von Software werden rückgängig gemacht. Persönliche Daten auf der Festplatte wie Fotos, Videos oder selbst erstelle Dokumente bleiben unangetastet. Windows legt automatisch Wiederherstellungspunkte einmal wöchentlich und zusätzlich bei Änderungen am Computer wie etwa der Installation eines Treibers an. Darüber hinaus lassen sich Wiederherstellungspunkte aber auch manuell verlängern oder verkürzen.

Ebenfalls enthält Windows 7 eine Funktion zur Erstellung von Systemabbildern bzw. Images. Dabei wird eine vollständige Sicherheitskopie des Betriebssystems, der installierten Programme und gespeicherten Dateien angelegt. Wenn also bei einem Computer schwerwiegende Probleme auftreten, lässt sich mithilfe des Systemabbilds ein Laufwerk (z. B. Windows-Laufwerk C:) wieder vollständig mit allen Programmen und Daten herstellen. Nicht möglich ist es jedoch, ein Systemabbild selektiv zu gestalten und einzelne Komponenten auszuwählen, die später auf einer DVD oder einer externe Festplatte gespeichert werden sollen. Daher ist zusätzlich immer die regelmäßige Sicherung von persönlichen Daten durch ein Backup zu empfehlen.

MacOS Backup Time Machine

Time Machine – Datensicherung unter MacOS

Aber nicht nur Windows-Usern stehen zahlreiche Backup-Funktionen zur Verfügung. Auch Mac OS-Anwender können auf eine eine gute und praktische Lösung zurückgreifen. Wer einen Rechner der Marke Apple sein Eigen nennt, kann ab Mac OS X 10.7.3 und neuer mit Time Machine in wenigen Arbeitsschritten eine Datensicherung erstellen. Ähnlich wie bei den Windows-Programmen benötigt auch das Mac OS-Programm ein Laufwerk, auf dem sich das Backup sichern lässt. Idealerweise ist das eine externe Festplatte mit der dreifachen Größe des zu speichernden Datenvolumens. Time Machine behält standardmäßig stündliche Backups der letzen 24 Stunden und des letzten Monats bzw. wöchentliche Sicherungen aller vorherigen Monate. Wenn das Backup-Volume voll ist, werden automatisch die ältesten Backups gelöscht.

Datenrettung ist teuer, Datensicherung unbezahlbar

Ein leises Summgeräusch war das letzte, was ich zu hören bekam, ehe mir endgültig klar wurde, dass ich es mit einer defekten Festplatte zu tun hatte. Fotos, Dokumente, Musikdateien, wichtige Präsentationen – alles musste ich mir für mehrere hundert Euro von einer auf Datenrettung spezialisierten Firma wiederherstellen lassen. Den Zeitverlust und die vielen Scherereien nicht mitgerechnet. Eine neue 1 TB-Festplatte hätte wenig mehr als 50 Euro gekostet. Was blieb war ein bitteres Minus im Geldbeutel und die wichtige Erkenntnis, dass ich mittlerweile mindestens einmal wöchentlich ein Backup auf einer sicher verwahrten externen Festplatte abspeichere.

Bilder: © ESM Computer GmbH, Titelbild: © vege – Fotolia.com

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Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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