James Bond empfiehlt Lenovo

James Bond empfiehlt Lenovo

James Bond empfiehlt: Lenovo

Offen gestanden haben wir keine Ahnung, ob James Bond tatsächlich Lenovo empfehlen würde. Wir vermuten es lediglich. Denn schließlich sehen insbesondere die Notebooks des chinesischen IT-Herstellers immer noch so aus, als hätte man mit dem Ende des Kalten Krieges – also zu einer Hochzeit der Agenten-Actionthriller – alle Produktdesigner entlassen und danach nie wieder neue eingestellt. Das vor rund 25 Jahren von dem Münchner Designer Richard Sapper entworfene „Bentō-Box“-Konzept ist bis heute – wenn auch leicht abgewandelt – Markenzeichen und Verkaufsgarant für die Laptops der ehemaligen IBM-PC-Sparte.

ThinkPads: Zigarrenkiste als Vorbild

IBM ThinkPad 345C (1995)

Form follows function: IBM ThinkPad 345C (1995)

Auch wenn häufig behauptet wird, dass Design der ThinkPads erinnere an die traditonellen japanischen Bentō-Essensboxen, diente tatsächlich eine Zigarrenkiste als Vorbild für die Gestaltung des damals noch unter IBM-Regie gebauten Notebooks. Der Design-Vater der Geräte, der Müncher Richard Sapper, wollte ein betont schlichtes Produkt mit Understatement entwerfen, das erst mit dem Öffnen des Deckels alle seine Geheimnisse preisgibt. „form follows function“ (Die Form ist ein Ereignis der Funktion.) war der entscheidene Gestaltungsleitsatz, der beim ThinkPad konsequent in die Tat umgesetzt wurde. Jedes Design-Detail – wie etwa der überstehende Rand des Displays, der den Bildschirm vor dem Eindringen von Fremdkörpern schützt –  ist bei den Notebooks immer mit einem klar umrissenen funktionellen Zweck verbunden.

Das ist im Grunde bis heute so. Zwar wurde das ThinkPad-Design im Laufe der Zeit immer wieder angepasst und vor allem symetrischer, doch selbst aktuelle Geräte können ihren Ursprung aus der Feder Richard Sappers  kaum verleugnen. Wer sich daher heute für einen Laptop von Lenovo entscheidet, kauft nicht nur solide und reparaturfreundliche Technik sondern auch gleich ein gutes Stück Produktgestaltungsgeschichte.

Irgendwie exzentrisch: Desktop-PCs von Lenovo

Exzentrisch: Lenovo ThinkCentre

Exzentrisch: Lenovo ThinkCentre

Desktop-Computer und stationäre Workstations von Lenovo erkennt man nicht nur an den sehr einprägsamen Namen ThinkCentre und ThinkStation, man erkennt sie vor allem, weil Sie sich in Ihrer Form und Aufmachung deutlich von der Konkurrenz abheben. Während gerade die Tower von Dell, HP & Co. eher  dezent in den Farben Schwarz und Silber und in strikter Kastenform gehalten sind, setzt Lenovo ähnlich wie bei den ThinkPads auf eine Quarderform mit mattschwarzer Blende und nach hinten gewölbtem Griff. Die eigentlich etwas klobigen Rechner wirken damit in Ihrer spoilerartigen Gestaltung fast so, als könnten sie jederzeit ein Rennen gegen einen Porsche gewinnen.

IT-Riese auf der Überholspur

Produkte von Lenovo kommen gut bei den Kunden in aller Welt an. 1984 wurde das Unternehmen von einer Gruppe junger chinesischer Wissenschaftler zum Vertrieb von Computern und Druckern gegründet. Ende der 1980er Jahre brachte Lenovo schließlich die ersten eigenen Geräte heraus. Bereits 2004 verkaufte kein anderes Unternehmen mehr PCs in China. Bei einem gleichzeitigen Weltmarktanteil von 2,3 Prozent gehörte Lenovo damit rund 20 Jahre nach der Gründung zu den Größen der internationalen Computerbranche.

Und das Unternehmen sollte weiter wachsen. 2005 übernahm man die PC-Sparte von IBM. 2011 fusionierte Lenovo sein Computer-Geschäft mit dem japanischen Bildschirm-Spezialist NEC. Noch im selben Jahr beteiligte sich die chinesische Firma mehrheitlich am Aldi-PC-Lieferanten Medion. 2014 kaufte man schließlich den Mobiltelefonhersteller Motorola Mobility von Google. In hiesigen Breiten weitgehend unbekannt ist Lenovo heute nicht nur der größte Computer-Produzent weltweit sondern auch nach Samsung und Apple der drittgrößte Anbieter von Smartphones. Wer heute in Europa oder in den USA ein neues Handy von Motorola erwirbt, kauft in Wahrheit das Produkt eines chinesischen Unternehmens.

Lizenz zum Tippen

James Bond trug in der Vergangenheit eine Omega-Uhr, trank Bier von Heineken, telefonierte mit einem Handy von Sony und fuhr wahlweise einen BMW oder Aston Martin. Es bleibt abzuwarten, welches Unternehmen die nächste Folge der Agenten-Reihe, die im November 2015 in die Kinos kommt, mit Product Placement sponsorn wird. Wir hoffen aber sehr, dass es Lenovo sein wird. Ein schickes ThinkPad würde nur zu gut zu Daniel Craig im perfekt sitzenden schwarzen Anzug passen.

Titelbild: © majivecka – Fotolia.com
Bilder: © https://de.wikipedia.org/wiki/ThinkPad#/media/File:THinkPad345C.jpg, © ESM Computer GmbH

 

 

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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