Lohnt sich der Umstieg auf El Capitan?

Lohnt sich der Umstieg auf El Capitan?

Lohnt sich der Umstieg auf El Capitan?

Wer sich große optische oder technische Neuerungen vom neuen MacOS 10.11 El Capitan versprochen hat, wird dieses Mal enttäuscht werden. Tatsächlich orientiert sich das Design des neuen Apple-Betriebssystems stark am Vorgänger Yosemite. Auch wirklich technische Innovationen fehlen. Ob sich die Installation dennoch lohnt, haben wir ausführlich für Sie getestet.

Yosemite-Feintuning

Tatsächlich ist das neue MacOS 10.11 El Capitan so etwas wie eine Weiterentwicklung von Yosemite. Die Neuerungen des Betriebssystems befinden sich zumindest oberflächlich betrachtet unter der Haube und gleichen eher dem Feintuning eines gängigen Automodells. El Capitan ist aber auch ein weiterer Entwicklungsschritt hin zu einer immer stärkeren Angleichung von MacOS und iOS. So können wie bereits vom iPhone und iPad bekannt nun mit einer Wischgeste auf dem Trackpad von rechts nach links Nachrichten in der Mail-App schnell gelöscht werden.

Modernisiert wurde aber nicht nur die Mail-App sondern auch Safari. In dem Apple-Browser lassen sich nun häufig genutzte Tabs anpinnen, so dass sie nie geschlossen werden. Außerdem hat das Programm einen Stummschalter erhalten, mit dem sich die Töne lärmender Webseiten gänzlich geräuschlos machen lassen.

Splitscreen bei El Capitan

Nicht sonderlich intuitiv: Splitscreen bei El Capitan

Die in MacOS X standardmäßig integrierte Suchfunktion „Spotlight“ ist intelligenter geworden und liefert nun auch Ergebnisse zu Wetter, Sport, Webvideos, Wertpapieren und öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem können Suchanfragen jetzt ganz natürlich gestellt werden: Wer also beispielsweise nach einer Excel-Datei sucht, die er am letzten Montag erstellt hat, tippt in die Suche einfach „Excel-Datei, die ich letzten Montag erstellt habe“ ein und bekommt das entsprechende Ergebnis angezeigt. Zudem lässt sich das Spotlight-Fenster nun auch verschieben und vergrößern, so dass mehr Suchergebnisse sichtbar werden.

Außerdem erhält El Capitan endlich den schon lange in Windows integrierten praktischen Splitscreen, der es ermöglicht, auf einem Monitor in zwei Programmfenster gleichzeitig nebeneinander zu öffnen. Die Bedienung hierfür ist allerdings leider nicht sehr intuitiv und gewöhnungsbedürftig. Um zwei Fenster nebeneinander anzuzeigen, muss zunächst der Vollbild-Button längere Zeit gedrückt gehalten werden, ehe das neue MacOS die linke Bildschirmhälfte als Positionsziel anbietet. Auf der anderen Hälte des Displays stellt der Finder alle geöffneten Apps zur Verfügung, die den zweiten Platz füllen können. Das Dock und die Menüleiste verschwinden dann allerdings und erscheinen erst weider, wenn die Splitscreen-Ansicht verlassen wurde.

El Capitan soll schneller sein

Beim MacOS 10.11-Vorgänger Yosemite standen bei der Entwicklung vor allem technische Innovationen im Vordergrund. Beim Nachfolger El Capitan ist es hingegen der technische Feinschliff dieser neuen Funktionen, der die Anwender begeistern soll. So ist laut den Angaben von Apple das neue MacOS unter anderem deutlich sicherer und schneller als Yosemite. Offenichtlich muss aber in einigen Bereichen noch deutlich nachgebessert werden, denn nicht alle wichtigen Programme funktionieren einwandfrei unter El Capitan. Gravierende Probleme wurden u. a. bei Microsoft Office 2016 festgestellt. Wer sich daher für das El Capitan-Update entscheidet, sollte zunächst sicher gehen, dass alle benötigten Programme und Apps unter MacOS 10.11 auch tatsächlich fehlerfrei funktionieren, ehe er sich das neue Betriebssystem auf seinem Apple-Computer installiert.

Titelbild: © f11photo – Fotolia.com
Bild: © ESM Computer GmbH

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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