Loveparade 2.0: Musik vom Computer

Loveparade 2.0: Musik vom Computer

Musik aufnehmen mit dem Computer

Wenn Sie ein (großer) Musik-Fan sind, werden Sie vermutlich vor zwei wesentlichen Herausforderungen stehen: Erstens wird die Plattensammlung mit der Zeit schrecklich unübersichtlich, zweitens verlieren vor allem Tonträger wie Schallplatten und Musikkassetten bei häufiger Nutzung und mäßiger Pflege im Laufe der Jahre viel von ihrer ursprünglichen Klangqualität. Wer also seine LPs, MCs aber auch CDs und MP3-Dateien dauerhaft vor Kratzern, Bandsalat, Pilzbefall oder schlicht Unauffindbarkeit schützen will, kommt heute im Grunde um eine gute computergestützte Speicherlösung nicht herum. Digitale Möglichkeiten zur Archivierung der Lieblingsmusik gibt es einige. Viele davon sind sogar kostenlos.

Audacity – kostenlose Software zur Digitalisierung analoger Tonträger

audacity

Audacity – guter kostenloser Audio-Editor

Schallplatten waren etwa bis Ende der 1980er Jahre der Standard unter den Tonträgern. Heute sind sie Exoten. Auch wenn die Vinylscheibe mittlerweile ein kleines Comeback feiert, ist ihre Anschaffung teuer. Schallplatten kosten heute gut rund drei bis vier mal so viel wie eine vergleichbare CD oder ein Download im Netz. Außerdem ist die Auswahl deutlich kleiner als bei den digitalen Tonträgern. Nicht jedes Musikalbum ist gleichzeitig auch als LP verfügbar.

Es lohnt sich also, die schwarzen Scheiben zu digitalisieren. Das dachten vermutlich auch die Macher von Audacity, die mit ihrem Programm eine hervorragende Recording-Software geschaffen haben, die nicht nur mit allen gängigen Audio-Formaten wie MP3, Ogg/ Vorbis, WAV, MIDI, AIFF zurecht kommt, sondern die auch Musikstücke mixen, Klangeffekte hinzufügen und störende Aufnahmegeräusche herausfiltern kann. Analoge Tonträger wie Schallplatten und Kassetten lassen sich so im Handumdrehen digitalisieren und gründlich überarbeiten. Audacity ist kostenlos und sowohl für Windows als auch für MacOS X und Linux verfügbar.

iTunes – mit wenigen Klicks abertausende Musikdateien verwalten

iTunes

iTunes – gutes Programm für die Musikverwaltung

Wer einen iPod, ein iPhone oder einen Mac besitzt, kennt iTunes bereits. Tatsächlich führt für Apple-Nutzer kaum ein Weg an der Software vorbei. Mit iTunes synchronisiert man auf dem Computer gespeicherte Apps, Kontakte , Musik und Filme mit dem iPhone, iPod oder iPad. Doch auf für Anwender, die noch kein Produkt aus der schicken Apfel-Welt ihr Eigen nennen, dafür aber viele MP3-Dateien und CDs besitzen, die auf den PC importiert werden sollen, ist das Programm eine übersichtlich und vor allem leicht zu bedienende Lösung zur Musikverwaltung.

Besonders einfach ist bei iTunes die Konvertierung von CDs. Sobald der digitale Tonträger in das Laufwerk des Computers eingelegt wird, startet iTunes automatisch die Konvertierung in ein kleines Musikformat und speichert die AAC- oder wahlweise MP3-Dateien in der Mediathek inklusive Titelnamen und Albumcover ab. Praktisch ist auch das Importieren von Musik bei iTunes. Unter „Datei >Datei/ Ordner zur Mediathek hinzufügen“ (Mac: Ablage >Zur Mediathek hinzfügen) lassen sich mit wenigen Mausklicks einzelne Dateien oder gleich der mehrere hundert Gigabyte große Musikbestand einer mobilen Festplatte importieren. Die Verwaltung der Titel erfolgt über einen Datenbankabgleich. Sofern die Dateien mit den richtigen ID3-Tags angelegt wurden, werden sie in der iTunes-Mediathek automatisch mit dem jeweiligen Cover nach Album bzw. Interpret sortiert.

iTunes ist so etwas wie die Eintrittskarte in die schillernde IT-Welt von Apple: kostenlos, äußerst funktional, sehr ansehnlich und auch für Windows-Computer verfügbar. Die Zeiten, in denen iTunes ein Programm zum reinen Datenaustausch zwischen Computer und iPod war, sind lange vorbei. Die Software hat sich seit Ihrer Premiere 2001 deutlich weiterentwickelt und bietet alles, was Musik-Fans zum Ordnen und Hören ihrer Titelsammlung brauchen.

Ein Desktop-PC im Wohnzimmer

Ein Desktop-Computer im Wohnzimmer – für viele wirkt das völlig zurecht abschreckend. Schließlich sind viele der wuchtigen Tower-Rechner nicht gerade das, was man sich an den Ort stellt, wo man gerne nach Feierabend entspannt oder an Weihnachten die Geschenke auspackt.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Viele moderne Desktop-PCs sind oft kaum größer als ein Milchkarton und sehen dabei auch noch gut aus. Technisch sind diese sogenannten Mini-PCs auf Augenhöhe mit großen Tower-Geschwistern. Dual Core-Prozessoren und vier Gigabyte Arbeitsspeicher gehören zum Standard. Außerdem sind die kleinen Rechner mit zahlreichen USB- und Grafikschnittstellen ausgerüstet.

Mit Festplattengrößen ab 160 GB (das reicht für immerhin rund 35.000 Musiktitel im MP3-Format) eignen sich die Mini-PCs hervorragend zum Abspeichern und Abspielen von Musik. Mit einer Remote-App lassen sich die kleinen Computer auch ohne Bildschirm bedienen. Wer gerne  CDs anhören möchte, wird sich über das ebenfalls vorhandene optische Laufwerk freuen. Mini-PCs sind im Gebrauchtfachhandel ab € 129,- erhältlich.

 

 Dieser Beitrag wurde im Rahmen der Blogparade „Musik“  der Seite mobilethings.de veröffentlicht.

Bilder: ESM Computer GmbH
Titelbild: © Petair – Fotolia.com

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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