Notebook oder PC – welcher Computer passt zu mir?

Notebook oder PC – welcher Computer passt zu mir?

PC oder Notebook?

Die Frage, ob Ihr nächster Computer ein Notebook oder ein PC wird, können Sie sich natürlich am besten selbst beantworten. Schließlich können wir nicht wissen, wie Sie Ihren neuen Rechner einsetzen wollen. Dennoch ist es bei hunderten, wenn nicht gar tausender unterschiedlicher Modelle mitnichten einfach, das passende Gerät zu finden. Wir möchten Ihnen deshalb mit diesem Beitrag eine kleine Orientierungshilfe geben, worauf Sie beim Kauf eines Computers unbedingt achten sollten.

Nicht die periphere Hardware muss zum Computer passen

Vermutlich kennen Sie das auch: Sehr oft sind beim Einkaufen die eigenen Wünsche und Erwartungen deutlich größer als das Budget, das man zur Verfügung hat. In der Konsequenz bedeutet dies, dass man bisweilen Abstriche machen muss, will man sich dennoch etwas Gutes kaufen. Das ist beim Auto- oder Immobilienkauf nicht anders als bei der Anschaffung eines neuen Computers. Sie sollten sich deshalb unbedingt im Vorfeld darüber im Klaren sein, was Sie eigentlich von Ihrem nächsten PC oder Notebook erwarten, und nicht unbedingt davon beeindrucken lassen, was Ihnen die Elektrodiscounter Woche für Woche in knallbunten Prospekten als die Erfüllung all Ihrer Computerwünsche verkaufen wollen.

Sind Sie beispielsweise genervt vom langsamen Hochfahren Ihres Computers oder von langen Programmstartzeiten, sollten Sie eher darauf achten, dass eine schnelle SSD an Bord Ihres neuen Rechners ist als ein teurer Prozessor mit einer vermeintlich noch höheren Rechenleistung, dessen Nutzen Sie als Otto Normalverbraucher ohnehin kaum bemerken werden. HDMI mag eine ausgereifte Technologie sein, die Bild und Ton gleichzeitg übertragen kann, doch wenn Ihr Monitor lediglich VGA oder DVI unterstützt und sie nicht gerade planen, den PC an einen Flatscreen-Fernseher anzuschließen, können Sie sich auch diese Investition sparen. Haben Sie keine periphere Hardware, die den neuen USB 3.0-Standard unterstützt, können Sie die entsprechende Schnittstelle geflissentlich ignorieren und so Ihr Geld besser in Dinge stecken, die einen wirklichen Nutzen versprechen. Schließlich muss nicht die periphere Hardware zum Computer passen sondern der Computer zur peripheren Hardware. An allen anderen Erwägungen verdienen einzig große Einzelhandelsketten und IT-Hersteller.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Business-Laptop vs. Discounter-Notebook

Deutlich hochwertiger: Business-Laptops

Der Unterschied zwischen Business- und typischer Endverbraucher-Hardware ist ähnlich frappant wie der Unterschied zwischen Frittenbude und Sterne-Restaurant. Das beginnt bei der Auswahl der Zutaten und Materialien und hört beim äußeren Erscheinungsbild auf. Während bei Endkunden-Computern oft mit der heißen Nadel gestricktes Billigplastik zum Einsatz kommt, dominieren bei sehr vielen Business-PCs Materialien wie Aluminium, Magnesium und abriebfester Kunststoff. Das erhöht nicht nur wesentlich die Lebensdauer der Geräte (vor allem bei Notebooks) sondern sorgt auch dauerhaft für ein äußerst hochwertig anmutendes Äußeres.

Natürlich haben Business-Computer aber ihren Preis. Geräte der Geschäftskundensparte von Dell, Lenovo, Fujitsu und Co. sind mitunter richtig teuer. Doch die längere Lebensdauer und Reparaturfreundlichkeit der Profi-Hardware helfen letztlich, bares Geld zu sparen. Wer sich dennoch einen neuen Business-PC oder -Laptop nicht leisten kann oder mag, der findet im Gebrauchtfachhandel entsprechende Geräte aus ehemaligen Firmen-Leasingbeständen, die nicht nur sehr günstig sind sondern auch perspektivisch allen gängigen Herausforderungen genügen.

PC oder Notebook – das ist hier die Frage

Trotz der starken Tablet-Konkurrenz erfreuen sich Notebooks ungebrochen großer Beliebtheit. 2015 kamen in Deutschland auf jeden verkauften Desktop-PC fünf Laptops. Insgesamt über fünf Millionen Einheiten der mobilen Rechner wurden abgesetzt. Die Gründe liegen auf der Hand. Ein Laptop lässt sich an jedem beliebigen Ort verwenden. Im Gegensatz zum Desktop-PC braucht es keinen festen Standort für das Gerät. Außerdem sind die handlichen Computer schick und suggerieren einen lockeren und modernen Lebensstil. Kurzum: In den allermeisten Haushalten, aber auch in vielen Firmen wird mittlerweile statt am sperrigen PC am Notebook getippt, gesurft, gearbeitet.

Doch abschreiben sollte man den Desktop-Computer deswegen noch lange nicht. Die Geräte sind günstiger und leistungsstärker als Notebooks, bieten deutlich mehr Anschlussmöglichkeiten für periphere Hardwarekomponenten und überzeugen durch ihre hohe Reparaturfreundlichkeit. Wer also Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legt und gleichzeitig nicht auf einen mobilen Arbeitsplatz angewiesen ist, sollte besser einen Desktop-PC kaufen.

Titelbild: © llhedgehogll – Fotolia.com
Bilder: ESM Computer GmbH

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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7 Kommentare

  •    Reply

    Man kann auf einiges verzichten, aber USB 3.0 gehört sicherlich nicht dazu, wenn man mal plant eine externe Platte o.ä. anzuschließen und mehr als nur eine Word-Datei zu transferieren. Das merkt deutlich!

    • Stefan Koch
         Reply

      Ohne Frage ist das richtig. USB 3.0 ist wirklich schnell und toll geeignet, um größere Datenmengen zu transferieren. Wer aber ausschließlich periphere Hardware besitzt, die lediglich den langsameren USB 2.0-Standard unterstützt, braucht nicht wirklich einen USB 3.0-Anschluss.

  •    Reply

    Hatte auch schon einige Laptops Desktop PCs dies hatten alle ihre vor und Nachteile . Größter Nachteil beim Laptop ist und bleibt für mich, die Wärme Entwicklung. Und diese ist bei einigen Herstellern nicht optimal gelöst. Schlimmster fall war bei einem Amilo, den mußte ich innerhalb der Garantie 5 mal wegen dieser Probleme einsenden. Jetzt bin ich auf einem iMac unterwegs und endlich zufrieden

  •    Reply

    Sag mal lest ihr die Kommentare oder löscht ihr einfach blind

    • Stefan Koch
         Reply

      Wir lesen selbstverständlich jeden Artikel. Wegen des langen Wochenendes, ist es jedoch zu Verzögerungen bei der Freigabe gekommen. Wir bitten um Verständnis.

  •    Reply

    Ich finde auch, wie in dem Beitrag erwähnt, dass wenn man billig einkauft man dann doppelt zahlt.
    Ich hatte mir damals einen günstigen PC gekauft, der recht preiswert war und nach kurzer Zeit hatte ich ein kaputtes Mainboard und konnte mir einen neuen holen. Danach habe ich mir für mehr Geld einen klasse High End Gaming PC
    gekauft und bis heute läuft er einwandfrei. Egal ob PC oder Notebook, letztendlich muss jeder für sich wissen, was er lieber haben will, ob er viel unterwegs ist oder nicht. Geld zu sparen kann manchmal die falsche Entscheidung sein.
    Ein großes Lob an dem Beitrag – sehr gut gemacht und ich werde den Blog auf jeden Fall weiter verfolgen.

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