PC oder Notebook – Hauptsache SSD

PC oder Notebook – Hauptsache SSD

Solid state drive (SSD)

SSD (Solid State Disc oder Solide State Drive) standen lange Zeit in dem Ruf, zwar schnell, vor allem aber teuer zu sein. Das war auch nicht ganz falsch, denn bei den schnellen Speicherlaufwerken wurde allerorts beim Preis gut zugelangt. Für wenige Gigabyte waren häufig mehrere hundert Euro fällig. Entsprechend gering war bei Computern die Verbreitung der flinken Datenspeicher.

Das hat sich jedoch geändert: Seitdem es erschwingliche SSDs mit vernünftig großem Speichervolumen gibt, sind deutlich häufiger PCs und Notebooks mit den schnellen Laufwerken ausgerüstet. Das Solide-State-Drive hat die Nachfolge der bereits bereits in den 1950er Jahren von HP entwickelten Magnetfestplatte angetreten.

Die SSD drückt aufs Tempo

Wer das Betriebssystem seines Rechners von einer Magnetfestplatte (kurz: HDD – Hard Disc Drive) startet, muss bisweilen eine gute Portion Geduld haben. Bis der Computer vollständig hochgefahren ist, und man sich schließlich anmelden kann, können bei einem gängigen OS wie Windows 7 selbst unter der Verwendung einer hochwertigen Marken-HDD mitunter schon mal bis zu anderthalb Minuten oder sogar noch mehr Zeit vergehen. Systemboots von einem Solid-State-Drive-Systemspeichermedium sind hingegen deutlich schneller und dauern in der Regel weniger als halb so lange.

SSD

SSD – robustes Kraftpaket

Ähnliches gilt auch für den Start großer Programme wie beispielsweise der Bildbearbeitungssoftware Photoshop. Auch hier ist die SSD klar im Vorteil und öffnet die Anwendung in einem Bruchteil der Zeit, die eine HDD brauchen würde. Die kürzeren Zugriffszeiten der Solid-State-Drives beim Einlesen von Daten machen den enormen Geschwindigkeitszugewinn möglich.

Ein wenig anders sieht es allerdings beim Schreiben von Daten aus. Hier ist die klassische HDD meist immer noch schneller, auch wenn aktuelle Flash-Laufwerke bereits konkurrieren können. Viele Profis empfehlen daher, den Computer mit einer mittelgroßen preisgünstigen SSD und einer großen Magnetfestplatte auszustatten, was jedoch meist nur bei stationären PCs und eher selten bei Notebooks möglich ist.

Stabiler als eine HDD

Doch der Vorteil einer SSD liegt nicht allein in der Geschwindigkeit. Solide-State-Drives sind auch deutlich unempfindlicher als Magnetfestplatten. Die Gründe für die Robustheit einer SSD liegen in ihrem Aufbau. Während eine klassische Festplatte aus  Lesekopf, Schreibkopf, Magnetscheibe und vielen weiteren mechanischen Einzelteilen besteht, setzt sich ein Solid-State-Drive aus elektronischen Flashspeicher-Bausteinen zusammen. Das macht das schnelle Laufwerk unempfindlicher gegen Erschütterungen als eine herkömmliche HDD mit ihren vielen kleinen Zahnrädern, die immer reibungslos ineinander greifen müssen, damit die Festplatte auch einwandrei funktioniert.

Leise, energiesparend und nie mehr ohne

SSD arbeiten zudem wegen ihres nicht-mechanischen Aufbaus vollständig geräuschlos, sorgen für eine geringere Wärmeentwicklung im Computer und verbrauchen weniger Energie, was sie vor allem für den Einsatz in mobilen Endgeräten interessant macht. Kurzum: Wer einmal eine SSD besessen hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Da sich diese Erkenntnis auch zunehmend bei den Computer-Herstellern durchsetzt, profitieren nicht zuletzt auch die Käufer gebrauchter Hardware von den vielen Vorteilen einer SSD.

Titelbild: © jules – Fotolia.com
Bild: © tankist276 – Fotolia.com

 

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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