Stirbt die App?

Stirbt die App?

App Nutzer Rückgang

Ob zum Netzwerken, flirten, shoppen, Filme schauen – für jeden Lebens- und Anwendungsbereich gibt es eine App. Die kleinen Programme für Smartphones und Tablets sind ein fester Bestandteil unseres digitalen Alltags. Doch glaubt man aktuellen Zahlen, haben die Applikationen ihren Zenit überschritten. Weltweit geht ihre Nutzung zurück. Einzig Deutschland stellt sich gegen diesen Trend.

Deutschland führend in der App-Nutzung

App Nutzung rückläufig

Auslaufmodell App?

Deutschland ist App-Weltmeister. Von Januar 2014 bis Dezember 2016 hat die Nutzung der Programme um 13 Prozent zugelegt. Im europäischen Durchschnitt waren es gerade einmal vier Prozent. Schaut man hingegen auf Zahlen aus den USA, ist der Anteil der App-Öffnungen dort sogar um 25 Prozent geschrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Software-Herstellers Adobe, der für die Statistik nach eigenen Angaben 1,7 Billionen Besuche auf über 16.000 weltweiten Websites sowie mehr als 130 Milliarden App-Launches von über 1000 mobilen Applikationen ausgewertet hat.

Schlechte Zeiten für neue Apps

Besonders schwer haben es vor allem neue Apps. Die Neuinstallation der Smartphone- und Tablet-Programme ist im gemessenen Zeitraum in den USA um 38 Prozent eingebrochen, in Europa immerhin um fünf Prozent. Die Adobe-Studie geht deswegen davon aus, dass sich dieser Trend auch in Europa weiter verschärfen wird. Schließlich gelten die deutlich technikaffineren USA als wichtiger Frühindikator für derartige Entwicklungen.

Smartphone boomt, Tablet verliert

Während Smartphone-Visits seit 2014 um in Europa um 156 Prozent und in Deutschland sogar um 185 Prozent gestiegen sind, konnten Tablets in den vergangenen Jahren lediglich sechs Prozent Zuwachs verbuchen. Anders in Deutschland: Hier lag die Visit-Steigerung im gemessenen Zeitraum bei 21 Prozent und damit auf Platz zwei hinter Finnland mit 29 Prozent. Europaweit liegt der Anteil am Gesamt-Traffic von iPad & Co. bei rund 10 Prozent.

Titelbild: © alphaspirit – Fotolia.com
Bild: © ESM-Computer GmbH

 

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Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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4 Kommentare

  •    Reply

    Wodurch wird die App ersetzt? Gibt es da schon Infos?

    • Stefan Koch
         Reply

      Ja, durch mobile Webseiten. Tatsächlich sind Apps zwar eine ganz praktische Angelegenheit, allerdings verschlingen sie auch einige Ressourcen (Speicher, Akku usw.). Seiten im Internet sind da deutlich schlanker und ebenso gut zu bedienen.

      •    Reply

        Ich finde bis jetzt können die wenigsten Webseiten eine App ersetzen. Die Apps bieten meiner Meinung nach viel mehr Komfort und sind auch übersichtlicher. Vielleicht wird sich das ja in den nächsten Jahren noch ändern, aber bis dahin installier ich mir lieber einige vernünftige Apps.

      •    Reply

        Mobile Webseiten verbrauchen doch genauso wie Apps auch Akku oder gibt es da einen größeren Unterschied? Ich persönlich finde Apps auch noch ziemlich praktisch, da man im Vergleich zur mobilen Webseite nicht erst die entsprechende Seite suchen, sondern gleich auf den App Button klicken kann. Allerdings finde ich auch das Apps zu viel Speicher benötigen. Vor allem Apps die häufig Aktuallisierungen benötigen, verbrauchen mir persönlich zu viel Speicherplatz den ich auch anderweitig benutzen hätte können!

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