Unternehmen die zweite Hand reichen

Unternehmen die zweite Hand reichen

Hardware aus zweiter Hand

Wie Branchenumfragen ergeben haben wird hierzulande in Unternehmen im Durchschnitt etwa alle vier Jahre die alte IT durch neue eine neue EDV-Infrastruktur ersetzt. Die Investitionen in technisch aktuelle PCs, Server, Notebooks, aber auch in die aufwendige Softwarebetreuung  sind damit zu einem der bedeutendsten Kostenfaktoren für Firmen avanciert. Einsparpotenziale sind gefragt. Einfache Lösungen für die Kostensenkung im IT-Bereich wie der Kauf Hardware aus zweiter Hand werden auch in Unternehmerkreisen immer beliebter. Doch trotz Preisvorteilen von bis zu 90 Prozent gegenüber dem Neupreis scheut so manche Chefetage oder EDV-Abteilungen immer noch die Anschaffung gebrauchter PCs, Notebooks und Workstations, auch wenn die Hardware aus Vorbesitz ausschließlich  in solider Geschäftskundenqualität angeboten wird.

Kein Widerspruch: gebrauchte Hardware und gute Performance

Bereits seit einiger Zeit ist ein Trend zu beobachten, dass die Hardware-Anforderungen für neue Software relativ konstant bleiben. Jüngstes Beispiel hierfür ist das Betriebssystem Windows 10, das sich im Wesentlichen mit der gleichen technischen Grundausstattung zufrieden gibt wie die Vorgängerversionen 7 und 8. Wer 2009 einen PC oder ein Notebook mit einem 1GHz-CPU, 1 bis 2 GB RAM und einer DirectX 9-Grafikkarte gekauft hat, kann das neue Microsoft-OS heute problemlos auf seinem Rechner installieren. Noch jüngere Computer – wie sie der Gebrauchtfachhandel im Allgemeinen vertreibt – sind damit also auch in den kommenden Jahren durchaus den täglichen Business-Anforderungen gewachsen.

Eine ähnliche Entwicklung wie bei den Betriebssystemen ist auch bei ERP-Systemen zu beobachten. Der ERP-Branchenprimus SAP beispielsweise wirbt sogar explizit für die geringen Hardware-Anforderungen der eigenen Software-Lösungen. Tatsächlich – so heißt es auf der Unternehmensseite – liegen die Arbeitsplatz-Systemanforderungen für die ERP-Mittelstandskomplettlösung SAP® Business One lediglich bei einem PC mit Intel Pentium 4-Prozessor und 2 GB freiem Festplattenspeicher. Sogar Windows XP in der 32 Bit-Professional-Variante könne genutzt werden, um mit dem ERP-Vollprogramm zu arbeiten.

Noch besser stellt sich die Situation für gewerbliche Anwender dar, die mit Ihrem Computer ausschließlich im Internet surfen, die typischen Office-Programme nutzen und regelmäßig E-Mails schreiben. Die Systemanforderungen von E-Mail-Clients, Browsern, Word, Excel und Co. sind so gering, dass selbst ein zehn Jahre alter PC mit Einkernprozessor und 800 MHz Taktfrequenz ausreicht, um flüssig arbeiten zu können.

Die Umweltbilanz des Unternehmens verbessern

elektroschrott unternehmen gebrauchte Hardware

Mehr als 110.000 Tonnen Elektroschrott jährlich enstehen allein in der Bundesrepublik Deutschland

Allein in Deutschland mussten 2005 mehr als 110.000 Tonnen IT-Schrott entsorgt werden. Ein Großteil dieses Müllberges wird in die Schwellenländer Asiens und Afrikas exportiert. Die Entsorgung der Altgeräte dort erfolgt meist per Hand und mit den einfachsten Mitteln. Kinderarbeit ist dabei eher die Regel als die Ausnahme. Sicherheits- oder Umweltschutzauflagen existieren nicht. Nicht recyclebare Teile und sogar Gefahrstoffe landen auf riesigen Müllhalden und verseuchen die Umgebung. Die Recyclingquote bei Metallen liegt bis heute bei lediglich 15 Prozent in den Entwicklungsländern im Vergleich zu 70 Prozent in den westlichen Industrienationen.

Doch selbst wenn sich die Entsorgungsfrage bei Computer nicht derart dramatisch stellen würde, bliebe der extrem hohe Energieaufwand der Produktion. Die Herstellung eines einzigen neuen PCs kostet heute etwa 3.000 Kilowattstunden Energie, wie es vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie errechnet wurde. Das ist mehr als der jährliche Strombedarf eines Zwei-Personen-Haushaltes. Ein PC mit 150 Watt Stromverbrauch kann mit dieser Menge an Energie immerhin mehr als sechs Jahre acht Stunden täglich laufen. Firmen, die sich für Hardware aus zweiter Hand entscheiden, leisten daher nicht nur einen wichtigen Beitrag zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und zum Umweltschutz sondern demonstrieren auch, dass sich unternehmerisches Handeln und eine ökologisch-gesellschaftliche Verantwortung nicht gegenseitig ausschließen.

Keine Angst vor Pannen

Natürlich kennen viele IT-Verantwortliche und Führungskräfte die vielen guten Argumente, die für PCs und Notebooks aus zweiter Hand sprechen – und kaufen dennoch nicht. Grund hierfür ist nicht selten ein genereller Vorbehalt gegenüber gebrauchter Technik. Aber oft sind es eben auch die mit dem herkömmlichen Gerätekauf- oder -leasing verbundenen mehrjährigen Service- und Wartungsverträge, die Unternehmen eng an Systemhäuser binden, die ihren Kunden ganz bewusst ausschließlich Neuware anbieten. Aus dem anfangs noch geregelten Kunden-Lieferanten-Verhältnis entsteht so über die Zeit eine Art von Abhängigkeit, die viele Firmen teuer bezahlen müssen. Die Lösung ist deshalb: Raus aus den bestehenden Serviceverträgen, solide und reparaturfreundliche gebrauchte Business-Hardware kaufen und neue Wartungsvereinbarungen abschließen, die unabhängig von einem Hersteller oder Reseller angeboten werden.

Weitere Informationen für Firmenkunden finden Sie auch in unserer Broschüre „Informationen für Geschäftskunden„.

Titelbild: © Karin & Uwe Annas – Fotolia.com
Bild: © animaflora – Fotolia.com

Richard Dolp

Richard Dolp

Richard Dolp ist neu im Team der ESM Computer GmbH und verantwortlich für den Vertrieb gebrauchter Hardware an Unternehmen. Der 31-jährige ist Kundenberater aus Überzeugung und schraubt in seiner Freizeit für sein Leben gern an Computern und alten Mofas herum. Geschäftskunden erreichen Herrn Dolp von Montag bis Freitag telefonisch unter +49 8331 925 323 11 oder jederzeit per E-Mail unter richard.dolp@esm-computer.de .

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