Neue PCs: Verdammt zum Windows 10-Update

Neue PCs: Verdammt zum Windows 10-Update

Verdammt zum Windows 10-Update

Windows 10 soll nach dem Willen von Microsoft schon sehr bald zum führenden Betriebssystem auf Desktop-PCs und Notebooks werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Software-Konzern den Support-Zeitraum für Windows 7 und 8 für Käufer aktueller Computer verkürzt. Viele Nutzer älterer Versionen des Microsoft-OS werden davon nur wenig begeistert sein.

Käufer neuer Computer vom Zwangsupdate auf Windows 10 betroffen

Vom verkürzten Support betroffen sind Kunden, die ihren Computer nach dem Release von Windows 10 am 29. Juli 2015 mit den Vorgängerversionen Windows 7 und 8.1 gekauft haben. Wer ein solches Gerät besitzt, wird noch bis Mitte des Jahres mit Sicherheitspatches und Fehlerbereinigungen für sein Microsoft-OS versorgt. Danach muss bis spätestens zum 29. Juli 2016 auf Windows 10 upgedatet werden, da ansonsten massive Sicherheitsrisiken bei der Nutzung der beiden älteren Betriebssysteme drohen.

Für Besitzer „älterer“ Hardware ändert sich nichts

Windows 10Die ursprünglichen Lifecycle-Angaben zu Windows 7 und 8 waren andere: Während der erweiterte Support für Windows 7 generell bis zum 14. Januar 2020 gelten sollte, war als Ende für die uneingeschränkte Unterstützung von Windows 8.1 das Jahr 2023 geplant. Doch diese Regelung gilt nur noch uneingeschränkt für bereits vorhandene und gebrauchte PCs, Notebooks und Tablets. Wer seinen Computer vor Veröffentlichung von Windows 10 gekauft hat, wird also trotzdem über den kompletten Lebenszyklus von Windows 7 und Windows 8.1 mit Sicherheitspatches und Fehlerbereinigungen versorgt und kann sein Betriebssystem auch in den kommenden Jahren weiterhin bedenkenlos nutzen.

Der große Run ist bisher ausgeblieben

Allen Marketingmaßnahmen und dem fast überschwänglichen Lob aus Fachkreisen zum Trotz ist der Umstiegswille auf Windows 10 bei vielen Nutzer bisher als eher verhalten einzustufen. Während Windows 7 fünf Monate nach dem Verkaufsstart bereits einen Marktanteil von 11,2 Prozent erobert hatte, war Windows 10 Ende Dezember 2015 trotz der derzeit kostenlosen Update-Möglichkeit erst auf 9,96 Prozent aller Rechner installiert und lag damit in der Verbreitung sogar noch hinter dem bei vielen PC-Anwendern relativ unbeliebten Windows 8.1 (10,3 Prozent) und dem Uralt-OS Windows XP (10,93 Prozent). Die meisten Normalnutzer zeigen damit dem neuen Betriebssystem von Microsoft also nach wie vor die kalte Schulter.

Titelbild: © cglightNing – Fotolia.com
Bild: © Microsoft Corporation, ESM Computer GmbH

 

 

 

Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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