Wie gut sind gebrauchte Laptops unter 150 Euro?

Wie gut sind gebrauchte Laptops unter 150 Euro?

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„Du musst unbedingt mal wieder was über unsere Computer schreiben.“, baten mich die Kollegen während einer Kaffeepause, nachdem ich gerade den Artikel über die neue Lust an der Reparatur fertiggestellt hatte. „Mach doch mal einen Artikel über die gebrauchten Einsteiger-Laptops von ESM.“, meinte mein Chef, der im Vorbeilaufen das Gespräch mitbekommen hatte und – natürlich – sofort Feuer und Flamme für die Idee war.

ESM Computer GmbH - gebrauchte Notebooks ab 99 EuroNun bin ich ein wenig eigen, wenn es um die Auswahl meiner Blog-Themen geht. Ich lasse mir da nicht gerne reinreden. Auch gehören Laptops für Einsteiger nicht wirklich zu meinen Lieblings-Computern. Zu billig, zu klein, zu leistungsschwach, so die Meinung. Doch als mir eines Morgens mein Chef ein ziemlich preiswertes HP Elitebook 2530 P (ab EUR 129,-) und ein noch günstigeres Thinkpad X61 von Lenovo (ab EUR 99,-) in die Hand drückte, war mir nicht nur ziemlich schnell klar, dass ich mich unmöglich länger vor der Aufgabe drücken konnte, sondern auch, dass Vorurteile gegenüber günstigen Einsteiger-Notebooks oft eng mit Unwissenheit verbunden sind.

Der äußere Eindruck der 150 Euro-Laptops

Ich bin ein visueller Mensch. Wenn ich durch den Wareneingang oder die Aufbereitung von ESM Computer laufe, bleibe ich meist vor den gebrauchten Laptops stehen, die sich durch ein besonderes Designmerkmal absetzen. Die anderen Geräte übersehe ich meist, viel zu groß ist die Auswahl der Firma.

Lenovo Thinkpad X61 & HP Elitebook 2530 P

Ab 99,-: Lenovo Thinkpad X61 & HP Elitebook 2530 P

Während das von mir geteste Lenovo Thinkpad X61 ein wenig aussieht, als hätte es James Bond schon in den späten 80ern benutzt, ist das HP Elitebook 2530 P klassisch in schwarz und silber gehalten. In puncto Optik sind beide Laptops also keine Überflieger, aber eben auch keine hässlichen Kröten. Ihre Stärke liegt dennoch eindeutig in der Produktqualität. Die Tastaturen sind solide verarbeitet, sie geben auch unter dem festen Druck meiner Finger nicht nach. Keine Taste ist verschlissen oder wackelt unnatürlich in der Halterung, alle Knöpfe der Keyboards haben einen festen Sitz. Auch die Display-Scharniere – oft eine Schwachstelle bei Laptops – weisen nach zwei Jahren im Außendienst-Dauereinsatz kein Spiel auf. Der positive Gesamteindruck setzt sich bei Gehäuse und Gewicht fort. Während das Äußere von fabrikneuen Discounter-Notebooks vor allem aus klapprigem Kunststoff besteht, überzeugen die beiden Testkandidaten von Lenovo und HP mit einem Magnesiumgehäuse. Hinzu kommt das geringe Gewicht von je knapp zwei Kilogramm, das die Laptops zu angenehm leichten und robusten Reisebegleitern macht.

Laptop-Technik für Otto Normalverbraucher

Natürlich sind weder der Lenovo noch der HP Computer-Kraftprotze. Doch das sollen sie auch gar nicht sein. Mit dem Intel-Core 2 Duo L7500 1.6 GHz-Prozessor beim Thinkpad, dem Intel Core 2 Duo SL9400 1.86 GHz-Prozessor beim Elitebook, jeweils 2 GB DDR 2-RAM und den Intel-Grafikkarten GMA X3100 bzw. GMA 4500 MHD lässt sich zwar kein 3D-Ego-Shooter spielen, sehr wohl aber zügig ein Word-Dokument erstellen, im Internet surfen oder entspannt ein Video in der Bahn ansehen. Auch Windows 7 stellt für die beiden Notebooks keine Hürde dar. Das Microsoft-OS läuft auf beiden Kompakt-Laptops überaus zuverlässig und flüssig.

Auch die Display-Qualität kann bei beiden Notebooks uneingeschränkt als in Ordnung bezeichnet werden. Der Monitor des Thinkpads X61, ein 12,1 Zoll-Bildschirm, besitzt eine maximale Auflösung von 1024×768 Bildpunkten und besticht dabei durch eine sehr gute Blickwinkelstabilität. Erst bei extremen Sichtwinkeln wird das Bild unscharf. Menschen, die mit ihrem Laptop gerne im Freien arbeiten, können sich außerdem über ausreichend Bildschirmhelligkeit freuen. Lediglich beim Tippen oder beim Internet-Surfen in der prallen Sonne wird das Ablesen des matten Displays mitunter beschwerlich.

Auch mit dem HP-Laptop lässt sich gut im Park oder auf der Terrasse arbeiten. Die Bildschirmhelligkeit lässt sich mittels der Tastenkombinationen Fn-F9 (dunkler) und Fn-F10 (heller) gut und vor allem wirkungsvoll regulieren. Allerdings löst der Monitor des Elitebooks etwas höher als der des Thinkpads auf. Bei dem HP-Laptop ist ein ebenfalls mattes, 12.1-Zoll Illumi-Lite WXGA Display mit einer Auflösung von 1280×800 Pixel verbaut. Mit Illumi-Lite bezeichnet Hewlett Packard Bildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Im Vergleich zu herkömmlichen CCFL-Displays erlaubt die LED-Technologie eine schlankere Bauweise, spart Strom und verzichtet dabei vor allem auf den Einsatz des gesundheitsschädlichen Quecksilbers.

Ebenfalls völlig ausreichend für Otto Normalverbraucher sind die Festplatten mit 80 GB beim Thinkpad und 120 GB beim Elitebook. Das ist in beiden Fällen genügend Speicherkapazität, um jede Menge Programme zu installieren und Dokumente und Musik zu speichern. Lediglich Nutzer, die gerne Filme auf dem Laptop speichern und schauen, sollten über die Anschaffung einer externen Festplatte nachdenken. Ausreichend USB 2.0-Anschlüsse sind an beiden Geräten vorhanden.

Günstige gebrauchte Laptops besser als Discounter-Ware

Sicherlich sind weder das Lenovo Thinkpad X61 noch das HP Elitebook 2530 P geeignete Computer für Profis. Sie sind aber sehr wohl eine echte Alternative zu Billig-Laptops vom Discounter. Für weniger als 150 Euro erhält der Käufer nämlich Qualität, für die Business-Kunden nur zwei Jahre zuvor einmal deutlich über 1.000 Euro Neupreis bezahlt haben. Hätte ich Kinder, die einen Computer für Schul-Präsentationen, Internet und E-Mail brauchen, und wäre ich nicht beruflich und privat auf ein Hochleistungs-Notebook angewiesen, würde ich sofort auf die günstigen und fairen Einsteiger-Angebote vom Gebrauchtfachhandel zurückgreifen. Garantiert!

Bilder: © ESM Computer GmbH, Titelbild: © Oleksiy Mark – Fotolia.com

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Stefan Koch

Stefan Koch

Stefan Koch ist Blogger und Marketer aus Leidenschaft. Der Apfel-Jünger mit großem Herz für Windows-Rechner berichtet jede Woche im Blog der ESM Computer GmbH über aktuelle Trends aus den Bereichen IT und E-Commerce und gibt Tipps, wie sich das Leben im digitalen Zeitalter noch angenehmer gestalten lässt.

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